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Nachlese zum ETI-Stammtisch vom 3.4.08   Drucken 
Der April-Stammtisch war sehr gut besucht und äußerst vielschichtig. Obwohl es keine im Voraus festgelegte Agenda gab, kreisten die spontan eingebrachten Themen rund um das Thema
"Life is live" aus unterschiedlichen Blickwinkeln.  So kamen neben didaktischen und organisatorischen Fragestellungen aus dem Bereich der Live-Online-Collaboration auch technische Best Practices und Details über einen gerade eingereichten EU-Antrag mit ETI-Beteiligung zur Sprache.

Der technisch/organisatorische Review über die Durchführung  einer Live-Übertragung innerhalb eines mittelständischen Unternehmensnetzes bot vergleichende Betrachtung von Videokonferenz und Virtual-Classroom , die hier beide parallel zum Einsatz kamen.  Mit einerseits niedriger Einstiegsschwelle (einfacher Internetzugang mit Windows Mac oder Linux-PC) für 12 kleinere kleinere Gruppen  und andererseits höchster Übertragungsqualität für 7  Großgruppen (Präsentator und Präsentation in 1 Mb/s-Qualität)  konnte  eine Flächendeckung für alle Niederlassungen und damit quasi eine Vollversammlung aller Mitarbeiter des Unternehmens erreicht werden.

Zahlreiche didaktische Fragen drehten sich um das Thema "Second Life".
Einige Teilnehmerinnen hatten hier persönliche Erfahrungen und berichteten von bereits laufenden und noch in der Antragsphase befindlichen Projekten.
Natürlich wurde auch die Frage diskutiert, welchen didaktischen Stellenwert "Second Life" als Lernumgebung hat und wie der Nutzen im Verhältnis zum eingesetzten Aufwand zu bewerten ist.  Hier konnten sich diejenigen, die keine eigene Erfahrung mit dem Thema haben, einen guten Einblick gewinnen.
Da auf diesem recht jungen Feld die Nachfrage nach KnowHow groß ist, wurden im Verlauf des Abends Synergie-Potentiale zwischen den Anwesenden sichtbar. Dem gestellten EU-Antrag, an dem das ETI beteiligt ist, drücken wir erstmal die Daumen und werden zu gegebener Zeit berichten.

Wie so oft war auch bei diesem ETI-Stammtisch die Interaktion der Stammtischteilnehmer selbst Gegenstand der Betrachtung. Pannen-Learning live, sozusagen. Nachdem im Elluminate Klassenraum einige Sekunden Stille herrschte, fingen viele an, ihr Audio zu checken oder besorgte Fragen in den Chat zu schreiben.
In einem SecondLife-Szenario ist jedoch auch gemeinsames Schweigen keine Irritation. Durch die Anwesenheit von Avataren wird eine Art non-verbale Kommunikation  eingeführt, was vor allem die Moderation davon entlastet, für einen permanenten Audio-Fluß zu sorgen.
Andererseits war es gerade durch die via Chat geäußerte Irritation im Elluminate möglich, dass in der Gruppe die Störung von einzelnen an alle kommuniziert wurde und der vermeintlich Sprechende schnell erkannte, dass er den Sprechknopf nicht korrekt bedient hatte ;-). 
Gerade in solchen Fällen spielt das Medium Videokonferenz seine Stärken aus, da sich der Sprechende unmittelbar über die non-verbalen Reaktion von Zuhörenden Gewissheit verschaffen kann, ohne das jemand irgend etwas tun muss außer Zuhören.

Sicher wäre das eine oder andere Thema noch besser zu diskutieren gewesen, wenn sich die Teilnehmenden etwas darauf vorbereiten hätten können. Alles, was eingebracht wurde, war sozusagen "Live Online Improvisation" Daher ist auch der Wunsch laut geworden, dass ETI-Stammtische künftig doch so eine Art Agenda bekommen sollten. Da wir uns jedoch die Chance auf derart spontane Themensetzung nicht entgehen lassen wollen, wird es künftig ETI-Veranstaltungen mit unterschiedlichem Charakter geben vom lockeren Get-Together bis hin zum Online-Workshop mit vorab festgelegtem Programm. Der ETI-Vorstand dankt allen TeilnehmerInnen des April-Stammtisches ausdrücklich für die rege Beteiligung.

 

 
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